Mittwoch, 8. Februar 2017

Glory's Diary: Nach dem Buckeln - Beschäftigung

Liebe Leser,

ja, ich habe mir sehr, sehr viel Zeit gelassen, bis ich diesen Post geschrieben habe. Das liegt schlicht und einfach an Zeitmangel. Vielen Dank an alle, die immer noch regelmäßig, vor allem auch auf Facebook, dabei sind!

Mittlerweile ist fast ein halbes Jahr vergangen und Glory und ich haben natürlich schon einige Fortschritte gemacht. Mittlerweile sind wir schon bei den Seitengängen angelagt und Glory hat sich zu einem verlässlichen Reitpferd entwickelt. Aber ich möchte trotzdem für euch von vorne beginnen und vom Anfang erzählen und an meinen letzten Post anknüpfen:

Nach unserem ersten Ritt war ich zum einen beflügelt, zum anderen aber auch einfach vorbereitet. Da unser Hofturnier kurz bevor stand, nutzte ich die Hindernisse auf dem Reitplatz für Ablenkung. Das kannte ich ich schon aus Kanada: mit Stangen, Pylonen und anderen Dingen konnte man Glorys Aufmerksamkeit erlangen und sie von "dummen" Gedanken abbringen.



Ob es nun daran oder an meiner klaren Ansage lag sei nun dahin gestellt, auf jeden Fall hatte ich nach unserem ersten Ritt keine Probleme mehr mit Buckeln oder Kicken. Erst Wochen später, gab es zwei, drei mal nach dem Aufsitzen ein klägliches Kicken, das ich aber auch sofort im Keim ersticken konnte. Aber zurück zum Thema:

Was macht man eigentlich so ganz am Anfang?

In erster Linie wollte ich, dass Glory sich wieder langsam an den Gedanken gewöhnt, einen Reiter auf dem Rücken zu tragen. Ich forderte weder eine bestimmte Körperhaltung ein, noch musste sie gleich viel Neues lernen. Die ersten Einheiten überstiegen auch selten 20 Minuten und wir gingen ausschließlich Schritt.

Foto: Jutta S.-B.

Damit dabei keine Langeweile aufkam, waren die Hindernisse Gold wert. Sie ging mit viel Spaß auf die Brücke und blieb sogar entspannt auf ihr stehen. Die Wippe war zuerst auch kein Problem, wurde ihr aber nach und nach wohl doch zu doof, denn ich müsste sie schon etwas deutlicher überreden darüber zu gehen.

Im Stangenlabyrint verstand sie schon, wenn ich sie mit dem Schenkel bat, die Hinterhand herum zu nehmen. Das kannte sie auch schon vom Putzplatz aus. Die eingeschränkten Möglichkeiten im Labyrinth halfen ihr, die Signale auch vom Sattel aus zu verstehen. Auch übten daran wir das Rückwärts, allerdings nicht sehr lange, da sie dann lieber schief Rückwärts ging anstatt gerade.

Foto: Jutta S.-B.

Das Rückwärts übte ich stattdessen vermehrt an der Bande, zwischen zwei einzelnen Stangen und später auf dem zweiten Hufschlag.

Ich beschäftigte mich auch mit simplen Dingen, wie sauber ganze Bahn zu gehen. Sie drängte mit Vorliebe in die Mitte der Bahn oder meinte ab und zu selbst die Richtung bestimmen zu müssen. Je nach Situation ritt ich sie wieder in eine Volte oder machte eine enge Wendung in Richtung Zaun und wechselte die Richtung. Irgendwann wurde ihr auch das zu nervig und sie entschied, dass Kooperieren einfacher ist. Das ganze machte ich ihr auch noch schmackhafter, indem ich nicht in der Mitte der Bahn, sondern auf dem Hufschlag die Trainingseinheit beendete.

Foto: Jutta S.-B.

Ganz nebenbei musste sie sich auch daran gewöhnen, alleine mit mir auf dem Platz zu arbeiten. Nicht immer waren andere Pferde dabei, was sie gerade zu Anfang nervös und unkonzentriert machte. Das ist sie teilweise immer noch, aber das ist auch tagesformabhängig und schon viel, viel besser geworden.

Dafür, dass sie so eine große Reise hinter sich hatte und erst kürzlich in ihrer neuen Umgebung angekommen ist, war sie einfach großartig! Und wer uns auf Facebook folgt, weiß es schon: Wir haben sogar nach ganz kurzer Zeit am Hofturnier mitgemacht! Natürlich nur zum Spaß und ohne Druck.

Arbeitet ihr auch so gerne mit Stangen, Pylonen und Co?

Während Glory damit wunderbar zu kriegen ist, regen sich andere Pferde dabei eher auf. Wie ist es bei eurem Pferd?

Ich freue mich von euch zu hören!

Bis zum nächsten Mal,

Nina



Kommentare:

  1. Wir LIEBEN die Stangen - also ich ;-) Carey findet sie ganz okay. Aber ich finde, dass man so viel schönes damit machen kann. Und sei es den Rücken lockern oder Labyrinthe bauen - so wie ihr. Viele liebe Grüße

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    1. Hallo Petra,

      schön dass du noch vorbei schaust obwohl es so ruhig geworden ist. Entschuldige auch vielmals, dass ich deinen Kommentar erst jetzt entdeckt habe!

      Im Moment beschäftige ich mich übrigens mit dem Thema Fütterung, da war ich ganz viel bei dir unterwegs, deine Beträge sind sehr hilfreich :)

      Ganz Liebe Grüße
      Nina

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